Was ist Mitgliederorientierung?
Mitgliederorientierung bedeutet, Menschen in ihrer jeweiligen Lebenswirklichkeit wahrzunehmen und kirchliche Kommunikation sowie Angebote an ihren Bedürfnissen und Beziehungen zur Kirche auszurichten. Dabei stehen alle Mitglieder gleichermaßen im Blick – unabhängig davon, wie häufig sie am Gemeindeleben teilnehmen oder wie eng ihre persönliche Bindung zur Kirche aktuell ist.
Die Kirche steht allen offen, unabhängig von einer Mitgliedschaft - viele ihrer Angebote werden jedoch durch die Beiträge der Mitglieder ermöglicht. Ihre Pfarrei vor Ort hat ganz unterschiedliche Mitglieder:Einige davon sehen Sie ganz regelmäßig, Sie kennen Sie als aktive Mitglieder, die sich auch gerne mal ehrenamtlich engagieren. Andere sehen Sie nur unregelmäßig, etwa zu Hochfesten oder Familienfeiern.Und wiederum andere Mitglieder – und das sind nicht wenige – sehen Sie höchstens alle zehn Jahre einmal.Die vielfältigen Formen der Mitgliedschaft sind alle gleichwertig Teil der katholischen Kirche.
Die Erzdiözese Freiburg möchte dem Entfremdungsprozess etwas entgegensetzen. Zunächst durch einen Haltungswechsel: Auch und gerade kontaktlose Mitglieder tragen durch ihre Kirchensteuer einen Großteil zur Finanzierung von Angeboten und Strukturen bei, ohne diese für sich selbst zu nutzen. Keine Form der Mitgliedschaft ist wertvoller als eine andere. Die Aufmerksamkeit der Kirchengemeinde muss sich nicht erst durch Kasualien, Frömmigkeit, Finanzierung oder Engagement verdient werden.
Der Großteil der Kirchenmitglieder fühlt sich ihr heute nicht (mehr) verbunden. Viele Menschen sind (noch) Mitglied, nehmen aber nicht mehr aktiv am Gemeindeleben teil und haben keinerlei Bezug zu ihrer Gemeinde vor Ort.Dieser Mangel an Kontakt führt häufig dazu, dass die Bedeutung der individuellen Kirchenmitgliedschaft infrage gestellt wird. Dem vorangegangen ist häufig ein Entfremdungsprozess. Die Kirchenmitgliedschaft wird als nicht relevant erlebt, die Beziehung zur Kirche verblasst, der Austritt ist nicht selten die logische Folge.
Wir stellen Ihnen eine Plattform zur Verfügung, auf der Sie Maßnahmen und Ideen finden können, mit denen Sie die Beziehung zu kontaktlosen Kirchenmitgliedern angemessen gestalten und pflegen können, ohne dabei deren Wunsch nach selbst gewählter Distanz zu übergehen. Mitgliederorientiert zu kommunizieren bedeutet hierbei, sich an den Empfängerinnen und Empfänger auszurichten. Durch Merkmale wie Alter, Geschlecht, Familienstand oder biographische Wendepunkte können Mitglieder in vergleichbare Gruppen zusammengefasst werden, die dann eine jeweils an ihrem Merkmal ausgerichtete Maßnahme erhalten.
Auf diesen Seiten stellen wir die Mitglieder in den Mittelpunkt unserer Kommunikation. Unsere Vorschläge und Maßnahmen sind gezielt auf die Interessen und Bedürfnisse der Katholikinnen und Katholiken in ihren unterschiedlichen Lebenssituationen und -phasen ausgerichtet.
Da wir nicht alle Mitglieder der Erzdiözese Freiburg individuell ansprechen können, schlagen wir Kommunikationsanlässe vor, zu denen wir die Mitglieder in Gruppen zusammenfassen. Hierbei können Merkmale wie Alter, kirchliche Amtshandlungen oder deren Jubiläen, Umzug oder kirchliche Feiertage, etc. eine Rolle spielen. Auf diese Weise stellen wir sicher, dass unsere Botschaft auch ankommt und die Kirchengemeinde positiv wahrgenommen wird.
Nur wenn Sie verstehen, was ihre Gemeindemitglieder bewegt, können Sie sie erreichen. Die Sinus-Milieu-Studie kann ihnen dabei helfen zu verstehen, was die verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen hinsichtlich ihrer Werte, Lebensstile und sozialen Milieus ausmacht. Ein Blick in die Studie ermöglicht ihnen einen Perspektivwechsel, der notwendig ist, um ihre Botschaften adressatengerecht zu gestalten.
Mit DaviP-Online haben Sie Zugang zu den Daten Ihrer Pfarreimitglieder. Über eine Suchfunktion können Sie die grundlegenden Informationen einsehen und ausdrucken. Wenn Sie Maßnahmen zur Mitgliederorientierung durchführen, können Sie diese in DaviP direkt ergänzen. Aus dem Gesamtdatenbestand lassen sich Auswertungen zu Altersgruppen, Kasualien, etc. erhalten.
Zur Nutzung des Programms benötigen Sie einen persönlichen Zugang, der über die Kirchliche Meldestelle beantragt werden kann. In ihrer Pfarrei gibt es bereits Personen, die mit DaviP arbeiten, beispielsweise um Einladungen zur Erstkommunion-Vorbereitung zu versenden. Erkundigen Sie sich auch dort, ob Kapazitäten zur Unterstützung vorhanden sind.
Zur Nutzung des Programms benötigen Sie einen persönlichen Zugang, der über die Kirchliche Meldestelle beantragt werden kann. In ihrer Pfarrei gibt es bereits Personen, die mit DaviP arbeiten, beispielsweise um Einladungen zur Erstkommunion-Vorbereitung zu versenden. Erkundigen Sie sich auch dort, ob Kapazitäten zur Unterstützung vorhanden sind.
Prüfen Sie, ob Sie Geld, das für die Öffentlichkeitsarbeit in Ihrer Pfarrei vorgesehen ist, für Maßnahmen zur Mitgliederbindung verwenden können.
Ihre Maßnahme ist pastoral innovativ, d.h. sie orientiert sich an den Anliegen der Menschen und richtet sich am jeweiligen Kontext und Lebensraum aus? Der Pastorale Innovationsfonds des Erzbischöflichen Seelsorgeamts fördert Projekte und Initiativen, die eine besondere Chance zur pastoralen Innovation bieten. Weitere Informationen finden Sie hier.
